Heute
wird unser erster Auto-Tag.

Nachdem
Andi sich schon ans Fahren gewöhnt hat, darf er für diese Strecke gleich wieder
ans Steuer.

Aber ehe
wir losfahren, geben wir unser Gepäck beim Concierge ab und gehen zum Frühstücken
ins News Café.

Wir haben
bis jetzt noch den Eindruck, dass keiner sonst in Miami Beach in der Lage ist,
so viele Früchte in eine so verhältnismäßig kleine Schüssel zu einem so fairen
Preis zu packen.

Abgesehen
davon verkaufen alle anderen auch keine Früchte…

Bevor wir
nach dem Frühstück losfahren, muss es dann aber doch noch ein kleiner Abstecher
an den Strand sein.

Und es
ist fulminant!

So viel
weißer Sand, blau-türkises Meer, Sonne und Wolkenkratzer.. Bilder sagen mehr
als tausend Worte smiley

Wir
lassen das Auto holen und haben eine kleine Unterhaltung mit dem Concierge
Robbin. Er ist sehr nett und hat uns eine Zeiteinschätzung für unsere ersten
Trips gegeben.

Nicht,
dass wir das nicht selbst schon gemacht hätten, denn Google Maps geht überall…
aber Robbin hat nun mal schon Italiener getroffen, die der Ansicht waren, von
Florida nach Kalifornien benötigt man mit dem Auto 8 Stunden…

Auf in
die Keys, heißt es nun aber für uns.

Wir
fahren nicht direkt und machen einen kleinen Abstecher an den alten Leuchtturm
Miamis.

Wir haben
ein tolles Panorama auf der Fahrt, dafür aber einen eher unscheinbaren
Leuchtturm.

Das
absolute Highlight ist der Waschbär, der sich dort von den ganzen Anglern
füttern und von den Touris fotografieren lässt… aber wir sehen zum ersten Mal
einen Waschbären in freier Wildbahn. Und das ist irre smiley

Das
absolute Lowlight ist die Reaktion meiner Oberschenkel auf die Treppen im
Leuchtturm. Keine Ahnung warum, aber es tut zwei Tage lang weh… Andi hat da
schon was zu Schmunzeln mit mir… also über michsmiley

Weiter
geht es in dichtem Verkehr in Richtung Süden.

Miami ist
schon ein riesiger Moloch!

Allerdings
hat so ein Moloch auch etwas Gutes.

Unser
Durst treibt uns zum nächsten Subway und lässt uns Apfelschnitten in
Portionstüten mitnehmen… ungewohnt… vor allem ungewohnt unfrittiert smiley

Auf dem
weiteren Weg in den Süden versuchen wir, so viele Eindrücke wie möglich
mitzunehmen.

Das Navi
zeigt viel blaues Meer und wenig Straße… das ist beeindruckend… Aber nicht so
beeindruckend wie die Realität. Es ist fast unmöglich, die Keys und ihre
außergewöhnliche Schönheit in Bilder und Worte zu packen.

Kleine
Inselperlen von karibischem Meer umgeben, jeder Ort ein kleines Venedig – nur
ohne Brücken. Was uns das Auto ist, scheint dem Key-Bewohner das Boot zu sein.

Mit dem
Einbruch der Dunkelheit begegnen uns immer schauerlichere
Weihnachtsdekorationen bis zu unserem Hotel auf Marathon.

Marathon,
das sei hier bemerkt, heißt Marathon, weil es den Bauarbeitern der
7-Mile-Bridge der naheliegendste Vergleich war, als sie dort Quartier
aufschlugen ehe sie sich an die Arbeit machten, dieses monumentale Bauwerk zu
errichten.

Zurück zu
uns.

Angekommen
am Banana Bay Resort and Marina, das wir für diese Nacht unsere Herberge nennen
(das wir aber sicher nicht wieder wählen würden und werden), verlassen wir das
Auto und fühlen uns fast erschlagen von… sagen wir mal… leicht erhöhter
Luftfeuchtigkeit.

Wir haben
einen netten Check-In, dafür aber ein eher gewöhnungsbedürftiges Zimmer (in
unserem Tagebuch steht „heruntergekommenes Zimmer“ – Zeit verschleiert
Wahrnehmungen).

Als
erstes muss der Champagner in das Eisfach, dann geht es ab an die Poolbar.

Zwei Bier
bitte… ja, auch in Dosen… nein, wenn Du gleich zumachst, dann brauchen wir
keine Gläser…

Davon
gibt es dann auch noch eine zweite Runde, und die Einheimischen verwickeln uns in ein
nettes Gespräch. Also, wir glauben, dass es nett ist, denn der Dialekt ist ganz
bitter. Immerhin wissen wir, im Hurricane nebenan gibt es Wings für 25 cent.
Wir entscheiden uns, dieser Empfehlung nicht zu folgen,auch wenn wir Tage
später beim Studium des Reiseführers feststellen, dass das Hurricane eine
Institution sein soll. Wir glauben, das liegt an den mangelnden Alternativen…

Wir
machen uns nun also Weihnachten in unserem Zimmer. Es ist klasse!

Champagner,
Jeopardy, lokale (bizarre) Weihnachtswerbung und eine Zigarre auf dem Balkon,
an dem ein sehr bunter und sehr lauter Weihnachtstruck vorbeirauscht – und
wieder zurück… ist ja auch einen Tag zu früh…

Das
Ergebnis sind lustige Bilder…ähm, sehr lustige Bilder und eine eher unruhige
Nacht, weil ich dann doch das mit dem Inhalieren nicht lassen kann…

Der Rest
der Zigarre fällt letztlich dem Regen in der Nacht zum Opfer.

Und wir
der Zigarre und dem Alkohol… Aber das morgige Frühstück wird uns das Leben
wieder schön machen…