Okay, wir hängen hinterher…
Aber das Schöne für uns ist ja, dass wir so die Zeit NOCHMAL durchleben können… ich finde, die Ausrede zählt… vor allem nach den letzten Wochen.
Wer das hautnah miterlebt hat, weiß, dass außer Arbeit bei uns nichts mehr war…

Egal, denn es heißt nun, sich in die sonnige Wärme von Miami Beach zu begeben und zu überlegen, was man an so tollen Tagen eigentlich ohne Gepäck machen kann.

Man kann nicht gerade sagen, dass wir uns befreit gefühlt hätten oder gar eine Last von uns gefallen wäre… es war eher… anders.

Ich konnte zwar damit leben, dass nun shoppen angesagt war. Also, ich konnte gerade so damit lebensmiley
Allerdings geht das nur, wenn man was sieht.
Und man kann nur sehen, wenn man seine Tages-Kontaktlinsen oder gar die Brille nicht in seinem Gepäck hat.
Blöd. Wirklich blöd.

Blöd deswegen, weil man in den Staaten nicht mal schnell zum freundlichen Optiker an der Ecke geht und sagt “hey, ich hätte gerne Tageslinsen, weil meine in New York geblieben sind”
Nein, man braucht einen Augenarzt, der ein Rezept ausstellt.
Auch in Miami Beach ist kurz vor Weihnachten, wenn Ihr versteht, was ich meine…

Nun denn, möge die Suche beginnen.

Zuerst aber gab es einen Kaffee direkt neben dem Hotel. Das verbesserte den Start in den Tag spürbar.

In der Apotheke, die uns vom Concierge empfohlen wurde, war zwar ein Arzt, leider aber keiner, der Rezepte für Kontaktlinsen ausstellen durfte.
Dort aber empfohl man uns einen Optiker, bei dem ein Arzt sein sollte.
Wir blieben der Apothekenkette über den ganzen Urlaub treu und suchten den Optiker.

Joa… wart ihr schon mal in einer Stadt und konntet nur sehr schemenhaft erkennen, was um Euch passiert? Es ist interessant, die Dinge mal mit anderen Augen zu betrachten… oder besser gesagt, mit den Ohren, denn Andi beantwortete sehr geduldig meine Fragen…
Sollte nun noch einer zweifeln: ich bin wirklich fast blind!

Da standen wir dann also vor dem Geschäft… gingen hinein und… ernteten ein freundliches aber mitleidiges Lächeln, denn ausgerechnet heute war der gute Arzt nicht im Hause… smiley

Ich glaube, ich sah wirklich sehr mitleiderregend aus, denn die beiden Damen haben mir dann nicht nur – obwohl sie es nicht dürfen – Kontaktlinsen für eine Woche geschenkt sondern auch das Reinigungsmittel gleich dazu.
Den Blaubeermuffin haben sie sich dann auch echt verdient… smiley

Wirklich, wirklich glücklich ging es zurück ins Hotel, damit ich die Linsen “anziehen” konnte, und wir hatten die leise Hoffnung, doch schon Gepäck zu haben.
Keine Chance.
Aber online gab es mehr Info… also, die Info, dass es noch nicht in Miami angekommen war… sonst eigentlich keine… naja… es wurde zuminest identifiziert, man hatte es geunden.. es gab unser Gepäck noch smiley

Die Rezeptionistin empfahl uns ein paar Läden, wir fanden aber andere… es gab Jeans, Shirts, Unterwäsche, Duschzeug (weil man ja eine wählerische Haut hat…) und so weiter.
Und unerwarteter Weise sind wir auch bei Macys gelandet… wer das musical Titanic kennt, kann vielleicht verstehen, warum mir da ein Lied in den Sinn kommt – aber das ist eine andere Geschichte

Zwangsshoppen kann ganz schön anstrengend sein, also gingen wir auf die
Collins Avenue, schauten (!!!) uns die Art Déco Häuser an, aßen in
einem sehr schönen klassischen Diner und stellten fest, dass der Tag schon gelaufen
war…

Weiter geht es: ab ins Hotel, endlich duschen, und frisch anziehen… ist das toll… How to humanize smiley

Den ersten Teil des Abends verbrachten wir mit Mojito an der Bar, bis ich mal wieder Hunger bekam, und wir in das wärmstens empfohlene 11th Street Diner gingen. Laut Reiseführer hat das bis früh am Morgen offen… wir waren wohl außerhalb der Saison da, denn wir haben gerade noch was zu essen bekommen… das Sandwich war aber sehr leckersmiley

Es war sehr leer in Miami Beach, als wir das Diner verließen… es dürfte so gegen 23 Uhr gewesen sein. Alles wirkte fast düster… wir beeilten uns, ins Hotel zu kommen, fielen ins Bett und gleich danach in einen seeligen Schlaf, der -um zwei uhr in der Nacht – durch ein jähes Telefonklingeln unterbrochen wurde…
Unser Gepäck ist da!
Pizza für Jonas Wagner, der Cola light Mann und der Jever Mann sind alle nichts wert gegen diesen Moment… in dem man sich wünscht, dass der Mensch an der Rezeption diese Information bis zum nächsten Tag behalten hätte…

Weiter geht es dann hoffentlich bald, meine Lieben..

Ich freue mich drauf, meine Erinnerungen mit Euch zu ordnen.

Liebe Grüße
Eure Nici