Guten Morgen an die Flittergemeinde!

Wir haben eher mäßig geschlafen, das lag wohl daran, dass es nicht möglich ist, in diesem Hotel ein Fenster zu öffnen… oder wir haben es nicht auf anhieb entdeckt. Auf jeden Fall war es heiß.
Macht nichts, das Bett war trotzdem bequem smiley.
Es gab einigen Neuschnee in der Nacht, aber wir wollten uns die Stimmung nicht verderben lassen.

Aufgrund der Überfüllung des Early-Bird-Frühstückes mit Lay Overs, durften wir (mit ein bisschen Überredungskunst) an das ganz normale Frühstücksbuffet. Das Obst war wirklich prima.
Wir hielten uns aber nicht lange damit auf, denn es galt ja einzuchecken, so dass wir bald boarden und losfliegen können…

Auschecken aus dem Hotel und einchecken bei der LH.
Die Dame war sehr nett und bat uns auch einigermaßen freundlich, noch etwas aus der Tasche zu nehmen, da sie zu schwer war. Dummerweise war der Rucksack schon mit Frischhaltefolie umwickelt, so dass wir nicht wussten, wohin wir die Schuhe (Chucks wiegen ca. 1,2 kg!) tun sollten.
Also schnell noch eine Tasche mit aus der Reisetasche genommen und los konnte es gehen.
Und außerdem: wer weiß schon, wofür man Chucks im Handgepäck noch brauchen kann…

Wir machten es uns gemütlich.
Hier ein bisschen Duty free, da ein bisschen bummeln, und dann langsam zum check in… ähm… ups… da waren wir wohl ein bisschen zu gemütlich oder zu lange nicht mehr außerhalb Europas unterwegs…
Wir hatten glatt die Passkontrolle vergessen. Da kann man zwar nichts machen, aber schon ein bisschen unruhig werden smiley.

Natürlich ging es dann doch schneller als gedacht, und wir hetzten (völlig unnötigerweise) zum Gate und warteten dort auf das Boarding.
Das ging dann auch irgendwann los.
Wir stellten uns an, weil ja so viele Menschen Angst haben, ihr Sitz ist dann besetzt… oder vielleicht haben auch alle anderen nur Hummeln im Hintern wie wir smiley.

Wie dem auch sei, wir standen irgendwie an der falschen Schlange an, denn da, wo wir waren, hätten wir nicht durchgedurft, obwohl das “Boarding-Kreuz” (wie heißt eigentlich dieser Durchgang?) bestens funktionierte… nur der Mitarbeiter der LH funktionierte nicht so gut, denn er war ein bisschen überfordert und wollte echt nochmal alle Pässe sehen…

Dann saßen wir also irgendwann im Flieger und warteten… und warteten… weil das Wetter ein bisschen ungemütlich war.
Dann erhielten wir das “GO” und die Flügel wurden enteist.
Nachdem das geschehen war, fuhren wir los in Richtung New York… ja, wir boardeten am anderen Ende des “Flughafens der kurzen Wege”… Wir fuhren aber nicht lange und blieben eine Weile stehen… ein technisches Problem… ok… wieder zurück ans Gate… dann war das Problem behoben… DAS macht mal ein Gutes Gefühl… dann war wieder enteisen angesagt, und dann sollte es endlich losgehen – mit zwei Stunden Verspätung… aber wir hatten ja das Umsteigen großzügig geplant, sollte also alles kein Problem sein… ok, ein paar Sorgen machten wir uns schon, ob das alles glatt geht.. der eine laut, die andere leise smiley.

Der Flug war wirklich angenehm.
Das Essen war lecker und die Crew sehr nett.
Als sie mitbekam, dass wir auf dem Weg in die Flitterwochen waren, haben sie uns eine Flasche Champagner geschenkt. Wir waren wirklich platt!
Sowas Süßes! Und die Karte war auch total schön geschrieben!
Na, und den Champagner würden wir schon noch irgendwie in die Reisetasche bekommen, denn schließlich darf ja kaum Flüssigkeit mit.

Nachdem wir gelandet sind, kamen wir unter den ersten aus dem Flieger und recht fix durch die Immigration.
Der Beamte war sogar sehr freundlich. Und lustig noch dazu.
Alles lief wunderbar!

Eigentlich war unser Gepäck ja durchgecheckt, aber man muss in den Staaten sein Gepäck entgegennehmen und identifizieren, wenn man aus dem Ausland einreist (kann man auch aus dem Inland einreisen?).
Das gestaltete sich ein bisschen schwieriger, denn das Gepäckband hakte irgendwie (ich hatte ernsthaft Sorge, dass eine ziemlich genau 23 kg schwere Reisetasche der Grund dafür sein könnte…).
Das dauerte 45 Minuten… Etappe eins war also geschafft…
Gut, den Champagner noch gut eingewickelt und mit Andis Winterjacke in die Reisetasche… würde schon irgendwie gehen, denn schließlich war das Gepäck schon eingecheckt und es gilt damit ja als akzeptiert, also so gewichtsmäßig.
Ok, nun wurde es richtig spannend. Delta und LH arbeiten nebeneinander. ABER: das Gepäck muss bei der LH wieder aufgegeben werden, damit diese es dann hinter dem Schalter an Delta übergibt. Im Anschluss können wir dann wieder bei Delta einchecken.
Das wäre alles nicht so wild gewesen, wäre da nicht der leichte Zeitdruck gewesen…
und die Chinesin vor uns… eine von der Art verlogene Lotusblüte. Nur solange freundlich, solange sie unangetastet vorne steht.
So eine kleine Frau kann ein ganz schön breites Kreuz kriegen…

Das Gepäck haben wir dann doch noch an die LH übergeben, und dann konnten wir schnell bei den sehr freundlichen Delta Mitarbeitern einchecken, um im Anschluss das Terminal zu wechseln und vor der Sicherheitskontrolle… anzustehen.

Man kann wirklich vieles sagen, aber die amerikanischen Flughäfen sind nicht gut organisiert.
Da tummeln sich hunderte vermutlich unterbezahlte Mitarbeiter an einer Sicherheitskontrolle, und trotzdem kehrt keine Ruhe ein…
Egal, eine Dame mit einem Cello ließ uns vor, wunderte sich über den Stress, den ich machte, weil ihr Flug ging noch 10 Minuten vor dem unseren. Das war mir dann aber auch egal, denn der boarding call war schon erhallt.
Wir hetzten zum Gate, da standen ein paar Leute, und wir machten dann doch erst mal langsamer, versuchten, ein Wasser zu kaufen, ließen es sein und stellten fest, dass die dort wartenden Leute nicht auf unseren Flug warteten.
Nu aber schnell!
Und dann saßen wir… wieder eine Weile im Flieger, bevor es losgehen durfte.
Es war ein unruhiger Flug, und wir kamen ziemlich unerholt in Miami an.
Miami! Wir hatten es geschafft! Endlich da!

Nichts wie raus zum Gepäck und dann über die Autovermietung ab ins Hotel… dachten wir…

Ok, nachdem die letzten Koffer zum x-ten Mal die Runde gedreht hatten und unsere Sachen nicht dabei waren, war auch ich überzeugt, dass unser Gepäck nicht nach Miami geflogen war.
Es war in dem Moment wenig beruhigend, dass wir nicht alleine waren.
Es war, ehrlich gesagt, richtig doof, denn somit waren wir nicht die einzigen, die beim dem Schalter für verlorenes Gepäck standen.
Ohne Baggage Tag, also den Gepäckabschnitt, geht gar nichts, sagte die genervte Delta Mitarbeiterin zu einem Passagier. Andi schaute mich an und sagte erschrocken, dass die in seiner Jacke waren. In seiner Jacke… na und? In seiner Jacke?!! Das war die mit dem Champagner… F***!
Ich erinnerte mich zwar an die Endziffern eines der Tags, aber nicht an die ganze Nummer… aber ich versuche, Andi zu beruhigen. Es schien mir zu gelingen.
In der Zwischenzeit machte ich aus, wie wir zu unserem Mietwagen kommen konnten und suchte einen Geldautomaten.
Zurück bei Andi waren wir auch schon gleich an der Reihe. Der Kollege der genervten Dame war sehr, sehr nett, gratulierte uns zur Heirat (wir dachten, das hilft!), fragte nach Gepäckdetails, wollte keine Baggage Tags sehen und schenkte uns, neben einer offiziellen Bearbeitungsnummer mit Internet-Link und Telefonnummer, zwei survival packs, die je eine Zahnbürste, eine Haarbürste, Deo, Zahncreme und ein T-Shirt enthielten, und versprach uns, dass wir unser Gepäck wieder sehen.

Weiter ging es zu Alamo, wo man uns einen Kia (!) anbot.
Hatte doch alles so gut angefangen…
Wir konnten uns mit dem Mitarbeiter auf einen Nissan einigen.
Alles war gut, das Gepäck schon im Auto… kein Schlüssel da…
Gepäck wieder raus… hin und her…

Zum Schluss wurde es ein nagelneuer Dodge Journey. Der Wagen, der uns über unsere Reise begleiten sollte, und wir waren begeistert, wie riesig die amerikanischen Mietwagen sind.
Toll war das…

Gegen zwei trafen wir dann in unserem Hotel in Miami Beach ein.
Ein sehr freundlicher Empfang, ganz liebe Mitarbeiter, ein tolles Zimmer und ein leicht puffiges Licht im Gang…
Aber es war schön, angekommen zu sein und nach über 24 Stunden in ein frisches Bett fallen zu können…