Nix gwiss woas ma ned…

Das trifft’s wohl am besten, um zu beschreiben was mir am 02. Juli widerfahren ist 😉

Nichts ahnend, kurz vor dem Feierabend, kam er über mich: Der Junggesellen-Abschied. Eigentlich war ich ja feste davon ausgegangen, daß er mich heute, also am Samstag vor der Hochzeit, besucht. Aber weit gefehlt.

Dafür hatten sich meine Verabschieder auch echt in’s Zeug gelegt, wie Ihr ja in Nicis Blog-Eintrag schon sehen konntet.
Vollausgestattet mit blinkendem Nietenhalsband, blinkendem Medaillon und blinkendem Ring ging es nach einer obligatorischen Runde durch das Büro ging’s ab Richtung Hofbräukeller (für alle Nicht-Münchner: Nicht zu verwechseln mit dem Hofbräuhaus).
Der Weg dorthin war ein steiniger… Menschen, die am Donnerstag-Abend um halb sieben unterwegs sind scheinen irgendwie nicht wirklich auf Schnaps, Gummibärchen oder Lolli kaufen eingestellt zu sein.
Erst am Max-Weber-Platz wurde es besser. Bis dahin war ich und meine Truppe mein bester Kunde 😉

In der Sausalitos Sommerbar gab’s dann erstmal flüssige Stärkung in Form eines Mai Tai bevor die erste Verkaufsrunde durch den Biergarten begann. Kaum beendet stellte mir der Ober (Fieser Trick: Er ist der Bruder meines Kollegen…) Eine Flasche Tequila vor die Nase. Problem an der Sache: Sie ging nur dann auf’s Haus, wenn ich 3 Mädels aus dem Biergarten, die ich nicht kenne und die sich nicht kennen, an die Bar komme (gleichzeitig) und mit ihnen einen Cocktail trinke.
Also nix mit Essen oder so, nenenene – Wieder los, Frauen gesucht. Und Mann, besonders Junggesellen-Abschieds-Mann, will ja auch nicht mit End 50gerinnen photographiert werden. Wenn Ihr wissen wollt, wieviele Frauen freiwillig mit einem wildfremden Mann, der auch noch in Sträflingsklamotten steckt und einen lustigen Bauchladen vor sich herträgt, ihren Biergartenplatz aufgeben um einen Cocktail zu trinken: Ich verleihe die Utensilien gerne smiley.

Aber schließlich war auch diese Hürde genommen und einem weiteren Cocktail und gaaaaaaanz viel Tequila stand nichts mehr im Weg!

Nachdem sie Sonne untergegangen war und der Eine oder die Andere am nächsten Tag arbeiten mussten, wanderte der harte Kern ein Stockwerk tiefer in’s Maratonga.
Das “Tanzcafè Maratonga”, früher angesiedelt im OEZ und schon in den 80ern berühmt-berüchtigt, lebt jetzt wieder im Keller des Hofbräukellers. Ich drücks mal so aus: Wer besoffen genug ist, der findet ja bekanntlich alles lustig. Ansonsten trifft man dort eigentlich nur die Verzweifelten. Wer möchte kann ja mal hier kucken: Homepage Maratonga. Das sagt eigentlich alles.

Nachdem beim tanzen der Alkohol gut im ganzen Körper verteilt war gings nach Hause. Ich glaub der Taxifahrer war froh, daß ich meinen Bauchladen vor mir hatte 😉
Aber mir ging’s gar nicht so schlecht wie ich im Nachhinein vermutet hätte. Endlich in der Wohnung habe ich Nici noch einen lustigen Vorgeschmack auf das gegeben, was mich bald von ihr erwartet *fg*
Jedenfalls ging das mit dem Sprechen nimmer ganz sooo flüssig. Vielmehr als ein “fffffffffffffffff – hihihihi – ffffffffffffff” kam nicht aus meinem Mund, wenn ich ansetzten wollte was zu erzählen. Aber dafür konnte ich ja singen, glasklar und deutllich. Also wurde nicht erzählt sondern ersungen, is ja auch mal was.

Mit viel Liebe und Hartnäckigkeit hat mich mein Schatz dann tatsächlich noch davon überzeugen können, daß auch ich besser nicht auf dem Klo sondern im Bett schlafe smiley.

Daß es mir am nächsten Morgen gut ging (nach 2 Thomapyrin und 4 Kaffee) und fit nach Garmisch gefahren bin und da am Abend weitergefeiert habe, das wisst Ihr ja bereits.

So – und wer sich bis an diese Stelle meiner Erzählungen vorgekämpft hat, der wird auch belohnt: DIE BILDER ZUR GESCHICHTE

Ich freu mich schon auf den nächsten Blog-Eintrag und noch mehr auf nächste Woche!

Fühlt Euch alle umarmt

Andi