Willkommen, herein spaziert…

Weiter geht es im großen Festival der schönsten Hochzeitsvorbereitungen 😉

Tag 3, und nix zu tun… Sauerei!
Da hatten sich alle, die wir gefragt haben, so sehr um den zweiten Tag gerissen, daß wir am Donnerstag einfach nix mehr geplant hatten.

Also nein, das stimmt so auch nicht. Nici hatte am Nachmittag einen Termin bei ihrem Friseur. Aber dazu a) später und b) war das ja quasi nix im Vergleich zum Vortag.

Schwierige Sache also, was sollten wir tun? Einfach so ein paar Stunden “rumkriegen”.
Aber ich kann Euch sagen, bei herrlichem Sonnenschein und Urlaub ist das toootal einfach! Erstmal los an die Alster. Einmal mit Alsterblick frühstücken haben wir uns gedacht. Ja, wär schön toll gewesen, aber leider haben sich das viele andere auch gedacht und so saßen wir zwar im Café Alex, das direkt an der Alster liegt, aber leider waren wir eher an der Straße als am Wasser. Egal, es gab leckere Bruschette zum Frühstück und jede Menge zu kucken.

Anschließend sind wir endlich, endlich auf den Kiez. Ihr glaubt’s nicht? Doch ehrlich, wir sind diesesmal kein einziges Mal wirklich am Abend auf’m Kiez gewesen. Aber das, was wir Nachts verpasst hatten, das haben wir heute alles nachgeholt.
Erstmal haben wir einen Abstecher zum Fan-Shop von St. Pauli gemacht. Das erste Mal in den heiligen Fan-Hallen sozusagen. Glücklicherweise war es relativ früh am Tag, wir hatten keine Lust schwerbeladen weiter zu laufen und daher gab’s nur ein süßes T-Shirt mit Kapuze für die Nici und eine Schachtel St. Pauli Zigaretten für uns.

Danach weiter zum nächsten “must”: Das Schweinske auf’m Kiez. Für alle, die das Schweinske nicht kennen kurz zusammengefasst: Essen – lecker – günstig – 24h offen (oder ihr schaut hier). Nach einer ganz neuen Variante “Vanilleeis mit heißen Himbeeren” für mich und Zwiebelsuppe für Nici sind wir weiter gezogen und haben einen echt geilen Tattoo-Laden gesucht, und auch gefunden. Zum Glück (oder leider) war an diesem Tag kein Termin mehr frei und die prognostizierten 3-4 Sitzungen taten dann ihr übriges, mich von einer vor-ehelichen Erweiterung meiner Färbungen abzuhalten. Aber wenn ihr mal nen richtig guten Tätowierer in Hamburg sucht, wir hätten da einen an der Hand.

Anschließend erstmal in den Liegestuhl mitten auf der Reeperbahn und die Sonne, die Menschen und das Astra genossen. So gestärkt gings weiter Richtung Friseur. Glücklicherweise begegnete uns noch ein Asia-Imbiss, sonst hätten wir den weiten, weiten Weg von 800m glatt ohne Stärkung (wer steht schon auf einem Sternen-Bein) fast nicht überstanden.
Übrigens, wenn ihr mal in Hamburg seid, und ihr stellt fest, daß sich an immer mehr Geschäften ein solches Schild befindet

dann liegt das einfach daran, daß irgendwie immer Nicis Kleid eine Rolle gespielt hat und ich daher vor der Tür warten musste *schnief*.

Nach diesen anstrengenden Stunden hatten wir uns selbstverständlich eine kleines Nickerchen verdient.
Anschließend ging es – 3 mal dürft ihr raten – zu “unserem” Italiener. Wie die beden anderen Tage auch blieb es wahrlich nicht trocken. Neben dem Wein und dem Sambucca durften wir diesmal auch noch eine ganz besondere Spezialität genießen: Mandellikör *uuahh* In Wirklichkeit war es eigentlich nur mit Alkohol versetztes Zuckerwasser…

Vito, also der junge Mann auf den Bildern des Vortags, hat uns irgendwie in’s Herz geschlossen. Deshalb bestand er vehement darauf, daß wir unsbedingt mit ihm noch in den ersten Mai feiern. Nichts böses ahnend taten wir ihm den Gefallen und gingen in die Kneipe gegenüber. Natürlich kannte er da jemanden (Ich glaube es war der Bruder des Nachbarn der Oma, deren Cousine aber damals…). Jemanden kennen, nein besser noch, mit jemandem verwandt sein, das ist die wahre Botschaft des Portugiesen-Viertels. Es verging kein Abend, an dem wir nicht von irgendwem erzählt bekamen: “Schau, das ist mein Cousin”, “Da vorne arbeitet der Neffe meines Schwagers”… Unglaublich.
Apropos unglaublich: Wir bekamen Jumbo-Caipis, da würde jeder Münchner Barkeeper Insolvenz anmelden, wenn er das ausschenken würde. Nich, wei lsie schlecht waren, neeeeee – im Gegenteil: Das wenigste in dieser/m Caipi war Eis. Es endet folglich auch, wie es enden musste:

Haben wir den nächsten Tag überstanden?
Wie erging es uns auf dem Heimflug?
Was haben Schwäne mit Schildkröten gemeinsam?

Das alles – und viel mehr – erfahrt ihr in der nächsten Folge unserer Erfolgsserie:
“Mein schönstes Hochzeitsvorbereitungserlebnis”.

In diesem Sinne

Euer Andi